Wie kann die Zeit eigentlich so schnell vergehen?

In letzter Zeit ist das eine Frage, über die ich besonders oft nachdenke.

Es sind bereits sechs Monate vergangen, seit ich nach Deutschland gekommen bin und mein Freiwilligenprojekt bei Aktion West-Ost begonnen habe. Sechs ganze Monate. Wenn ich heute zurückblicke, sehe ich so viele Erinnerungen, Freundschaften, neue Erfahrungen und Dinge, die ich gelernt habe.

Als jemand, der allein in einem neuen Land ein neues Leben begonnen hat, war am Anfang vieles ungewohnt. Doch wenn ich heute um mich schaue, sehe ich viele wunderbare Menschen, die Teil meines Lebens geworden sind und meine Zeit hier noch schöner gemacht haben. Dafür möchte ich mich zuerst einmal bei ihnen bedanken.

Werfen wir einen kurzen Blick darauf, was ich in diesen sechs Monaten erlebt habe.

Wie ich bereits in meinem letzten Blogbeitrag erwähnt habe, habe ich am ESC Welcome Seminar teilgenommen. Kurz danach hatte ich die Möglichkeit, meine Mutter und meine beste Freundin hier in Deutschland zu empfangen. Wir haben gemeinsam eine wunderschöne Zeit verbracht und viel unternommen. Die Weihnachtszeit habe ich anschließend zu Hause mit meiner Familie verbracht. Als ich danach wieder ins Büro zurückkam, haben wir gemeinsam mit Heike und Alex gefeiert, was ein sehr schöner Moment war.

Mit dem neuen Jahr haben wir als Team von Aktion West-Ost viele Aktivitäten zusammen mit dem Büro und dem Vorstand organisiert und dabei viele schöne Momente erlebt.

In dieser Zeit habe ich auch meinen Deutschkurs begonnen und angefangen, intensiver Deutsch zu lernen. Deutsch war für mich nicht völlig neu, aber hier in Deutschland zu lernen und sich intensiver mit der Sprache zu beschäftigen, ist gleichzeitig herausfordernd und sehr spannend. Mit jedem Tag lerne ich mehr dazu, und je besser ich Deutsch verstehe, desto selbstbewusster fühle ich mich. Deutsch ist definitiv keine einfache Sprache, aber sie macht mir viel Spaß.

Im Sprachkurs habe ich außerdem neue Freundschaften geschlossen und verbringe gerne Zeit mit meinen Kurskolleginnen und -kollegen. Zu Hause probiere ich neue Rezepte aus, und ich gehe weiterhin meiner großen Leidenschaft nach: neue Cafés zu entdecken.

An den Ort, an dem ich jetzt lebe, habe ich mich sehr gewöhnt – er fühlt sich inzwischen wirklich wie ein Zuhause an. Besonders gerne mag ich die Momente im Büro, wenn ich Zeit mit Alex und Heike verbringe. Unsere Gespräche bei einer Tasse Kaffee sind immer sehr schön.

Gleichzeitig bin ich auch mit meiner Arbeit in der Organisation beschäftigt. Momentan bereiten wir uns auf die kommende Projektphase vor. Das bedeutet, Aktivitäten zu planen, Materialien vorzubereiten und uns auf die Trainings vorzubereiten, die bald beginnen werden. Außerdem erstelle ich Inhalte für die sozialen Medien und unterstütze verschiedene Aufgaben innerhalb der Organisation. Auch wenn es langsam intensiver wird, ist es sehr spannend, Teil dieses Vorbereitungsprozesses zu sein und zu sehen, wie wichtig Teamarbeit ist.

Wenn ich auf diese sechs Monate zurückblicke, merke ich, wie viele Erinnerungen, Erfahrungen und Freundschaften bereits Teil dieser Reise geworden sind – und ich bin gespannt, was die restliche Zeit noch bringen wird.