DE-PL-UA Jugendbegegnung "Beyond the screen"

Beyond the Screen – gemeinsam über digitale Grenzen hinaus

Was passiert, wenn junge Menschen aus Deutschland, Polen und der Ukraine eine Woche lang zusammenkommen und sich gemeinsam mit digitalen Medien, Künstlicher Intelligenz, Fake News und digitaler Sicherheit beschäftigen? Bei der deutsch-polnisch-ukrainischen Jugendbegegnung „Beyond the Screen“ ging es vom 1. bis 8. August 2026 in Karpacz nicht nur um die digitale Welt – sondern vor allem um Begegnung, Austausch und gemeinsames Lernen. Fast 45 Jugendliche und ein großes internationales Team aus Deutschland, Polen und der Ukraine kamen in Karpacz zusammen. Eine Woche lang lebten, lernten und arbeiteten sie gemeinsam und entdeckten dabei nicht nur neue Perspektiven auf digitale Medien, sondern auch aufeinander.

Digital unterwegs – kritisch und kreativ

Im Mittelpunkt der Begegnung standen die Chancen und Herausforderungen unserer digitalen Welt. In interaktiven Workshops beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Medienkompetenz, Künstlicher Intelligenz, Fake News und digitaler Sicherheit. Sie lernten, Informationen kritisch zu hinterfragen, digitale Inhalte genauer zu analysieren und bewusster mit sozialen Medien umzugehen.

Dabei blieb es nicht bei theoretischem Wissen. In verschiedenen Gruppenarbeiten, Challenges sowie Video- und Fotoprojekten konnten die Jugendlichen das Gelernte direkt ausprobieren, eigene Ideen entwickeln und kreativ werden. Darüber hinaus erhielten sie Einblicke in weitere europäische Möglichkeiten für junge Menschen, insbesondere in Erasmus+ und das Europäische Solidaritätskorps (ESK). Für viele war dies eine Gelegenheit, über die eigene Zukunft nachzudenken und bereits erste Ideen und nächste Schritte für weitere internationale Erfahrungen zu entwickeln.

Karpacz gemeinsam entdecken

Natürlich gehörte auch die Umgebung von Karpacz zu unserem gemeinsamen Erlebnis. Bei einem kleinen Ausflug erkundeten die Jugendlichen die schöne Stadt und besuchten unter anderem die Wang-Kirche, die zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der Region gehört.

Bei einem weiteren Ausflug ging es hinaus in die Natur. Unterwegs gab es verschiedene Spiele und gemeinsame Aktivitäten – aber genauso wichtig waren die vielen Gespräche, die dabei entstanden. Beim gemeinsamen Unterwegssein ergaben sich immer wieder neue Möglichkeiten, sich kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Gemeinsame Abende

Besonders schön waren die gemeinsamen Abende. Beim Campfire entstand eine gemütliche und herzliche Atmosphäre, in der viel gelacht, erzählt und gemeinsam Zeit verbracht wurde – fast wie in einer großen Familie.

Ein weiteres Highlight waren die interkulturellen Abende, die von den Jugendlichen selbst gestaltet wurden. Jeder Abend stand im Zeichen eines der teilnehmenden Länder. Die Jugendlichen konnten ihr Land auf ihre eigene Art vorstellen: mit Präsentationen, Quiz, Karaoke, Tanz und vielen anderen kreativen Ideen. So blieb ausreichend Zeit, die anderen Kulturen kennenzulernen und auch abseits des offiziellen Programms miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die Jugendlichen gestalten das Projekt mit

Ein wichtiger Bestandteil der Woche waren die täglichen gemeinsamen Reflexionsrunden am Abend. In einer gemütlichen Atmosphäre konnten die Jugendlichen den Tag noch einmal Revue passieren lassen, ihre Eindrücke und Gedanken teilen und Wünsche oder Vorschläge für die kommenden Tage einbringen. Diese Momente waren mehr als eine klassische Auswertung. Sie gaben den Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Erfahrungen miteinander zu teilen, zuzuhören und das Projekt aktiv mitzugestalten. So entstand Schritt für Schritt eine Gruppe, in der sich immer mehr Menschen trauten, ihre Meinung zu sagen und Verantwortung zu übernehmen.

Neue Kenntnisse, neue Freundschaften, neue Seiten an sich selbst

Am Ende der Woche nahmen die Jugendlichen weit mehr mit nach Hause als neues Wissen über digitale Medien. Sie erweiterten ihre Kenntnisse und praktischen Fähigkeiten, lernten Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Hintergründen kennen und entwickelten ein besseres gegenseitiges Verständnis. Viele entdeckten neue Talente und Interessen, probierten Dinge aus, die sie vorher noch nicht gemacht hatten, und gewannen mehr Selbstvertrauen und Wertschätzung für die eigenen Fähigkeiten. Gleichzeitig lernten sie, andere Perspektiven anzunehmen und Unterschiede als Bereicherung zu erleben. Und natürlich entstanden neue Freundschaften – über Grenzen, Sprachen und Länder hinweg.

Danke für eine besondere Woche!

Ein großes Dankeschön geht an unsere Partnerorganisationen, NGO Youth Initiative of cities (UA), AYE Fundacja (PL) und an das gesamte internationale Team aus Deutschland, Polen und der Ukraine für die gemeinsame Vorbereitung und Durchführung. Vor allem aber danken wir allen Jugendlichen für ihre Offenheit, Kreativität, Energie und ihre Bereitschaft, diese Woche aktiv mitzugestalten.

Ein besonderer Dank gilt auch dem Erasmus+ Programm der Europäischen Union, durch dessen finanzielle Unterstützung diese internationale Begegnung möglich wurde.

Beyond the Screen hat uns gezeigt: Eine Woche kann voller Workshops, neuer Erkenntnisse und spannender Aktivitäten sein – aber am Ende sind es vor allem die Menschen, Gespräche und gemeinsamen Erlebnisse, die bleiben.